Chronik

Moosburg – Wirtschaft mit Tradition

Damals wie heute trifft man sich hier im urigen ritterlichen Flair der Schankburg zu Haselbach – gleich ob jung oder alt, ob Edelsleut, Bauern, Knappen oder Vagabunden, zum wohligen Speisen im Café-Bistroteil mit großem Thekenbereich und gemütlichen Kaminofen, im Ritterstüble, in unserer urgemütlichen Almhütte oder im angrenzenden großräumigen Restaurantbereich.

Weiter findet Ihr hier einen großen Stammtisch wie auch einen riesigen urigen Biergarten und viele weitere Specials. Das Speiseangebot der Moosburg in Haselbach umfasst über 60 verschiedene Gerichte, vom leckeren Krustenbraten mit Speckkrautsalat und Kartoffelknödel über unseren knackig herzhaften Burgfrauensalat zur hausgemachten Pizza aus dem Steinbackofen bis hin zum Moosburgpfännle, Zwiebelrostbraten, knusprigem Hähnchen und nicht zu vergessen, unsere beliebten verschiedenen Ritteressen.

Die Geschichte der Wirtschaft in Haselbach – Moosburg History

Die Wirtschaft "Zum Hirsch" in Haselbach gehörte immer schon zur Kirchheimer Herrschaft und sie steht seit vielen Jahrhunderten an der gleichen Stelle. Die erste schriftliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 1447. Damals wurde vom Kirchheimer Herrschaftsinhaber Marquard von Schellenberg ein so genanntes "Gültbüchlein" erstellt, in dem alle Abgaben verzeichnet wurden.

Darin heißt es über die Haselbacher Wirtschaft: Item der Zapf ze Haselbach den mag ich verlichen so ich höchst mag. Es handelte sich also um eine Zapfwirtschaft; der Wirt durfte dort Bier und Wein ausschenken. Nachdem Haselbach im Jahre 1462 von Marquard von Schellenberg zur selbständigen Pfarrei erhoben wurde, bekam auch Haselbach seine Taverne; aus der Zapf wurde die Tafernwirtschaft.

Als erster namentlich genannter Wirt erscheint im Urbaron 1545 Thomas Bollenmüller. 1562 übernimmt sein Sohn Melchior Bollenmüller. 1589 löst ihn Hans Jakob Knopf im Besitz der Wirtschaft ab. Der Haselbacher Wirt braut sein Bier selber. Im Jahr 1616 kam er auf 8 Sud. Doch bereits einige Jahre später ist nur noch die herrschaftliche Braustätte Fugger in Betrieb. In großem Ausmaß wurde zu dieser Zeit auch Wein konsumiert; 1552 in Haselbach besonders viel: Denn in diesem Jahr zahlte der Haselbacher Wirt T. Bollenmüller mit 41 Gulden 16 Kreuzer 6 Heller das höchste Umgeld (Weinsteuer) in der ganzen Herrschaft Kirchheim. Nunmehr seit mehr als 15 Jahren betreibt die Familie Kinzel mit viel Liebe das Restaurant Moosburg.

Sage von der Moosburg

Die ehemals stattliche Anlage am Steilrand des Höhenzuges, 1,5 km östlich von Haselbach, war möglicherweise Sitz der Dienstmannen des Ortes. 1266 erstmals erwähnt, erscheint das "Gut Moosburg" 1329 zusammen mit einem dortigen Burgstall als Teil des bischöflichen Lehensgutes Kirchheim. Wann es zerstört wurde ist heute nicht mehr bekannt.

Im Zusammenhang mit der Moosburg berichtet die Sage von der "Frau vom Waldsee": Zur Blütezeit des Hauses Fugger in Augsburg, soll auf der Moosburg ein Raubritter namens Rollo gelebt haben. Bei einem Überfall auf einen Fuggerschen Wagenzug fiel ihm unter anderem ein Verwandter des Hauses Fugger in die Hände, von dem er sich viel Lösegeld erhoffte.

Die Tochter Rollos verliebte sich allerdings in den jungen Gefangenen und beschloss, mit ihm gemeinsam zu fliehen. Die Flucht, bei der das Burgfräulein weiß gekleidet war, wurde entdeckt und der junge Fugger erschlagen. Bis zu ihrem Tod suchte sie daraufhin fast täglich in schwarzem Gewand sein Grab am Seeufer auf.

Auch heute noch soll das Moosburgfräulein den liebenden zur Seite stehen. Trägt es ein weißes Kleid, so verspricht es Glück. Trägt es aber ein schwarzes, so harrt ihrer viel Leid, und es ist besser, sie verbinden sich nicht. Und an manchen warmen Gewitternächten hört man ihren Schimmel von der Ferne wehmütig wiehern...